Events

Infoveranstaltung Tübingen

Am 12. 7 . 2017 um 19: 00 Uhr
Gemeindehaus Lamm, Am Markt 7 , Tübingen

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Infoveranstaltung
Kollektivbaustelle für die Frauenbewegung in Rojava / Nordsyrien

23. Mai 2017 * 18 Uhr * Rothaus/ Chemnitz (Lohstraße 2)

24. Mai 2017 * 20 Uhr * Heart Break/ Dresden (Rudolf-Leonard Str.4)

In der Veranstaltung berichten wir von der aktuellen politischen Situation, sowie den wachsenden basisdemokratischen Gesellschaftsstrukturen in Rojava. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Organisierung der Frauenbewegung. Wir geben einen Einblick in die Gesundheits- und Bildungsprojekte für Frauen & Kinder der Stiftung in Nordsyrien und stellen die geplante solidarische Kollektivbaustelle Avahî vor.

VAFlyerChemnitz


Start der Veranstaltungsreihe/ Angriffe auf Şengal

Mit der gestrigen Veranstaltung im LIZ in Magdeburg begannen wir unsere
erste kleine Infotour zu unserem Bauprojekt. Der Vortrag war gut besucht, unsere Kooperationspartnerin, die Stiftung WJAR hat ihre Arbeit in der Region vorgestellt, gefolgt von einer ausführlichen Erläuterung zum Stand unseres Projektes.

Besonders gefreut hat uns, die Anwesenheit eines lokalen Vertreters der
PYD (Partiya Yekitîya Demokrat, dt. „Partei der Demokratischen Union“).
Dieser stellte zum Anfang in einem kurzen Input die aktuelle Situation
in Nordsyrien und dem Şengalgebirge im Irak da.

Dabei kam er selbstverständlich auch auf die Angriffe vom 3. März durch
PDK-Peschmerga auf Selbstverteidigungseinheiten in Şengal zu sprechen.
Während bisher „nur nichts Gutes“ von Barzani zu erwarten war, ist nach
der Isolation Rojavas durch die Schließung der Grenze und der
unrühmlichen Rolle der Regierung der KRG (Kurdistan Regional Government,
dt. Autonome Region Kurdistan) in Zusammenhang mit dem drohenden Genozid
in Şengal durch den IS, nun die Tatsache, dass von dieser Seite aktiv
gegen die Selbstverteidigungskräfte in Sengal vorgegangen wird, ein
unglaublicher Höhepunkt in diesem Konflikt erreicht.

Im Jahr 2014 wurde in Deutschland noch debattiert welches die „guten
Kurd*innen“ und welches die „schlechten Kurd*innen“ seien, welche mit
Waffen ausgestattet werden können. Die PKK und die YPG/YPJ wurden in der
Diskussion gebrandmarkt, während in den PDK-Peschmerga
unterstützenswerte Alliierte gegen den IS gesehen wurden. Diese wurden
massiv mit deutscher Rüstungstechnologie ausgestattet und mit Ausbildung
durch die Bundeswehr bedacht.

Seit Herbst 2014 hat Deutschland bereits über 24.000 G3 und G36-Gewehre,
8000 Pistolen, 50 schwere Maschinengewehre, 300 panzerbrechende
“Milan”-Raketen, 400 Stück Panzerfaust 3, 10.000 Handgranaten, 6
Millionen Schuss Munition, sowie 20 gepanzerte Fahrzeuge vom Typ “Dingo”
geliefert.
Nun werden eben auch diese Waffen von Kurd*innen gegen Kurd*innen, dem
Grunde nach durch die Barzani-Regierung gegen die eigene Bevölkerung,
eingesetzt und der durch die PKK und YPG/YPJ unter erheblicher Gefahr
abgewehrte Genozid an den Yeziden, wird nun von den Anhängern Barzanis
angegangen.

Wir verurteilen diese Angriffe. Solidarität mit Şengal !

Weitere Infos bei der Informationsstelle Kurdistan:

Bewaffnete Angriffe auf Sengal


ÊzîdîPress:

Shingal: Peschmerga töten Êzîden mit deutschen Waffen


Veranstaltungsreihe Radiobeitrag

Die Veranstaltungen am 04.03 im „Libertären Zentrum Magdeburg“, am 12.03 im „Allerweltshaus Köln e.V“., am 13.03 im Buchladen „Le Sabot“ Bonn und am 14.03 in der „Butze“ in Düsseldorf waren gut Besucht. Danke für das Interesse und die Unterstützung.

Unser Dank geht an die Veranstaltungsplätze, den Jugendclub Courage Köln, WJAR, dem Kölner Hochschulradio und vor allem an die unterstützenden Einzelpersonen. Danke für die gute Zusammenarbeit, den Austausch und die Möglichkeit euch kennenzulernen.

Radiobeitrag: Demokratischer Konföderalismus in Rojava; die Arbeit der Stiftung WJAR und Avahî

Radiobeitrag: Kölner Hochschulradio – Kölncampus 16.03.17 Sendung: “Blickwechsel“
Autorin: Annette Steffny


Weitere Veranstaltungen

Veranstaltungen


Spendenzwischenstand

Ganz herzlichen Dank an Alle die uns bisher unterstützt haben. Wir haben schon über 25.000€ als Spenden erhalten, das heißt über die Hälfte des geplanten Betrages den wir mit nach Nordsyrien für die Baustelle mit der Stiftung der freien Frauen Rojavas


Workshop im Rahmen der
Mitgliederversammlung des Mietshäuser Syndikats

(07.12.2016)

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Mietshäuser Syndikats, wurde von Avahî – Solidarity Construction Rojava ein Workshop zur Umsetzung einer Kollektivbaustelle in Rojava gehalten. Neben inhaltlichem Input zur Region Rojava, den politischen Hintergründen wurde über die Arbeit der Stiftung freier Frauen Rojavas berichtet sowie über Formen kollektiver Baustellenorganisation diskutiert.

Die Veranstaltung begann zunächst mit einer groben Übersicht zur geografischen Verortung Rojavas (Westkurdistan, im Norden Syriens) mit „aktuellem“ Kartenmaterial. Weiter wurde ein Input zur Organisation der Demokratischen Autonomie, der Gesellschaftsordnung, sowie speziell der Frauenbewegung gegeben.
Die drei Paradigmen des Demokratischen Konföderalismus, Regionale Selbstverwaltung, Frauenbefreiung und Ökologie wurden anhand von Beispielen dargestellt. Nachfolgend wurde auf die Idee der Kollektivbaustelle (Avahî- Solidarity Construction Rojava) eingegangen und die aktuelle Planung, sowie bisherige Arbeit beschrieben. Die Grenzsituation stellt sich so dar, dass durch die Türkei und die autonome Region Kurdistan (Nordirak- Vertreten durch Massoud Barsani als Präsidenten), sowie den Daesh (Djihadistische Banden- dem sogenannten Islamischen Staat) ist eine Einreise einer Baugruppe und die Besorgung der Baumaterialien zur Zeit sehr erschwert wird.

Weiter wurde die Arbeit der Kooperationspartnerin, der WJAR (Stiftung der Freien Frau in Rojava) ist beschrieben. Ihr Engagement im Gesundheits- und Bildungsbereich und das Organisieren von Frauen in der solidarischen Ökonomie wurde anhand von Beispielen den Teilnehmer*innen näher gebracht. Im Anschluss haben wurde das aktuelle Stiftungsprojekt, den Bau eines Waisenkinderhauses in Kobane vorgestellt: Auf einem Grundstück mit über 1.700 qm entsteht ein dreistöckiges Gebäude mit einer Nutzfläche von 715 qm. Dieses Bauprojekt unterstützen wir durch Öffentlichkeitsarbeit aktiv in der Zusammenarbeit mit der Stiftung. Wenn die Grenzsituation es zulässt setzen wir in diesem Rahmen unsere Kollektivbaustelle um.
Die Mietshäuser Syndikats MV ermöglichte es mehr über Formen der Baustellenorganisation zu lernen. Hier treffen sich Menschen, die durch eigene Projekterfahrung, dem Bau oder Ausbau von Häusern viel Wissen gesammelt haben. Diskutiert wurden folgende Fragen: Wie kann eine hierarchiefreie Organisation von Arbeitsabläufen, Wissensweitergabe auf Augenhöhe (organisatorisch, fachlich, baulich), sowie die Reflektion von Arbeitsabläufen, Erfahrungen, Lernfortschritten und Problemen umgesetzt werden? Eine weitere Zentrale Frage lautet:

Wie kannst du unterstützen?
Zum einen suchen wir Menschen die uns durch konkrete Mitarbeit auf der Baustelle unterstützen. Außerdem freuen wir uns über fachliche Zuarbeit in der Vorbereitung, Planung oder Öffentlicheitsarbeit, z.B Statiker*innen, Filmemacher*innen. Und natürlich suchen wir Multiplikator*innen. Unter Multipliator*innen verstehen wir jede*n der/die Lust und Zeit hat Flyer zu verteilen, Infoveranstaltungen zu organisieren oder Gelder für die Kollektivbaustelle zu besorgen.

Somit wollen wir auch dich als aktive*n Unterstützer*in gewinnen, damit wir das Projekt in einem bestmöglichen Rahmen umsetzen können.


Fusion Festival 2016

Die Fusion ist das meistbesuchte Festival Deutschlands, welches sowohl musikalische, künstlerische sowie politische Ansprüche pflegt. Mit bis zu 80.000 Besucher*innen feiert die Fusion nun ihr 20 – jähriges Jubiläum und ist mittlerweile international bekannt. Durch die vielseitige Ausrichtung sie es ein Ort zum feiern sowie des Austausches, Lernens und der politischen Bildung. Einer der Orte welcher sich während dem Festival der politischen und sozialen Bildung verschrieben hat ist die Oase.

Fusion5

Organisiert von SoBi e.V – Soziale Bildung (Rostock) sowie dem IKUWO (Greifswald) ist die Oase ein Ort für Ausstellungen, Infostände, Workshops und vieles Mehr. Die Oase liegt in der Mitte des Zeltplatzes und ist somit sowohl Anlaufpunkt um Wasser zu bekommen, Kaffe zu trinken oder zu Essen. Über vier Tage verteilt wurden dieses Jahr ca. 50 politische sowie praktische Workshops und Vorträge angeboten. Auch wir hatten die Möglichkeit zu unserer Kollektivbaustelle zu referieren und bedanken uns an dieser Stelle noch ein mal ganz Herzlich an die vielseitige Unterstützung und die Aufnahme unsererseits durch die Oase-Crew.

Die Aufbauzeit der Oase war wie jedes Jahr ein reges Werkeln von bis zu 100 Menschen. Wir bauten dieses Jahr mit einigen Freund*innen die Ausstellung ROJAVA- Frühling der Frauen, unserer Kooperationspartner*in WJAR – Stiftung freier Frauen, auf. Diese Ausstellung sowie die Photo Ausstellung der Freunde MV (Mecklenburg-Vorpommern) für Kobane und weiteres zum Thema haben dieses Jahr der Oase die Ausrichtung Kurdistan bestimmt. Dazu konnten wir für WJAR über 100 T- Shirts verkaufen welche an drei Orten zu bekommen waren. Der Erwerb geht direkt an WJAR für das aktuelle Projekt, den Aufbau eines Weisenkinderhauses in Kobane.

Für das Projekt der Solidaritätsbaustelle konnten wir ca. 2.500,- Euro sammeln.

Wir Danken allen Freund*innen, Genoss*innen, Sympathisant*innen und natürlich Spender*innen für ihre Unterstützung.

Wenn ihr Interessen und Ideen für Veranstaltungen oder Feste habt bei denen ihr Gelder sammeln könnt oder uns einladen wollt meldet euch gerne bei uns.