Delegationsreise Infoveranstaltungen Baubeginn 2018

Delegationsreise

Nachdem wir Ende Mai 2018 die erste Reise in die Demokratische Föderation Nordsyrien / Rojava gemacht haben, kann nun die Baustellen und Reiseplanung für dieses Jahr konkret werden.

Die Delegation besichtigte unseren Bauplatz.

Endlich konnte wir direkt vor Ort mit der Stiftung der freien Frau Rojavas, W.J.A.R über die Rahmenbedingungen und Wünsche zur Zusammenarbeit diskutieren.       Es ist ein großer Fortschritt zusammen zu diskutieren und gemeinsam eine Perspektive zu entwickeln.

Außerdem besuchte die Delegation viele andere Projekte, Strukturen der Selbstverwaltung und Gesundheitseinrichtungen. u.a. im Flüchtlingscamp Roj, eine Klinik in Kobane, das Gesundheitskommitee von Qamishlo, die Internationalistische Kommune und die dortige Baumschule, die Filmkommune von Rojava und das Frauendorf Jinwar.

Einen umfassenderen Reisebericht gibt es hier. Für weitere Infos könnt ihr uns auch auf Twitter folgen.

Informationsveranstaltungen

In Hamburg, Hannover und dem Fusion-Gelände haben bereits Veranstaltungen stattgefunden auf denen von der Delegationsreise und den Bauplanungen berichtet wurde.

12.07.2018 Nürnberg

19.30 Uhr – Stadtteilzentrum Desi  – Brückenstr. 23

20.07.2018 Berlin

19 Uhr – Aquarium – Skalitzer Str. 6 – Kotti

weitere Städte folgen…

Wenn ihr uns unterstützen oder in eure Stadt einladen wollt, schreibt uns eine Mail an: avahi[at]riseup.net    – Schlüssel hier oder auf dem Schlüsselserver

oder Spendet für die Baustelle.

Baubeginn 2018

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir wollen den ersten Bauabschnitt der geplanten Poliklinik – eine einzelne Arztpraxis – noch dieses Jahr fertigstellen.

Mehr Infos zu unserem Bauvorhaben

Delegationsreise Mai 2018

Avahî-Reisebericht

Eine Poliklinik für die Demokratische Föderation Nordsyrien

Eine Delegation von avahî besuchte mehrere Projekte in Nordsyrien. Im Kanton Cizîrê wird bald ein Gesundheitszentrum von ihnen errichtet werden. Foto: avahî

Im Mai brachen wir kurzfristig zur ersten Baudelegationsreise nach Rojava auf. Kurzfristig und doch lange geplant. Seit über zwei Jahren bereiten wir den Bau eines Gesundheitszentrums für Rojava im Kanton Cizîrê vor – in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung der Freien Frau in Rojava (WJAR). Nun endlich saßen wir den Frauen direkt gegenüber, anstatt uns über Telefon, E-mails oder Videonachrichten auszutauschen. Bereits im letzten Jahr hätte eine Vorbereitungsgruppe als erste Delegation aufbrechen sollen, aber aufgrund der politischen Lage und der daraus resultierenden Grenzschließung in der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak und des bevorstehenden Unabhängigkeitsreferendums mussten wir unsere Reisevorbereitungen abbrechen.

Nach einigen Tagen zähen Wartens an der Grenze, die von der Autonomieregierung im Irak kontrolliert wird, standen wir dann doch noch am Abend unserer Einreise auf dem Bauplatz. Diesen kannten wir bisher nur von Bildern. Der Rohbau, der nur wenige Kilometer von der türkischen Grenze entfernt liegt, steht schon seit über zehn Jahren und wartet auf die Fertigstellung.

Mit den Frauen der Stiftung und zwei Architekten diskutierten wir während unseres Aufenthalts über die Zukunft des Bauprojekts und das Für und Wider der geplanten Stahlbeton-/Lehmbauweise. Es gab Bedenken gegen Lehm als Baumaterial. Er wird zwar traditionell seit tausenden von Jahren vor allem in den Dörfern zum Hausbau verwendet, aber er gilt heute oft als rückständig. Je nach Technik und Verarbeitung sowie Verwitterungsschutz muss bei traditionellen Lehmhäusern einmal im Jahr die Fassade überarbeitet werden, was eine regelmäßige Belastung der Bewohner*innen mit sich bringt. Durch das Erläutern der regionalen Bautechniken, der Wetterbedingungen und der Materialverfügbarkeit konnten wir unseren Blick erweitern.

Parallel zu den Vorbereitungen der Baustelle besuchten wir die verschiedenen Projekte der Stiftung. Wir fuhren zu mehreren Gesundheitszentren, die WJAR leitet. Dort wird vor allem Frauen eine kostenlose Grundversorgung zur Verfügung gestellt. Die Mitarbeiter*innen von WJAR geben Frauengesundheitsseminare, Erste-Hilfe-Kurse u. v. m. Im Gesundheitszentrum von Serê Kaniyê werden auch Frauen für die Arbeit im Gesundheitsbereich ausgebildet. Ein weiteres wichtiges Arbeitsfeld ist die Arbeit in den zahlreichen Flüchtlingscamps, wie im Camp Roj und Camp Hol. Alle Frauen berichteten uns, dass es an Medikamenten und medizinischem Gerät für die Grundversorgung der Bevölkerung fehle. Rojava unterliegt nach wie vor quasi einem Embargo durch die Nachbarländer.

Trotz dieser Umstände arbeiten die Menschen, die wir kennenlernen durften, am Aufbau der basisdemokratischen Gesellschaft. Am Beispiel des Gesundheitsrates, von dem die Stiftung WJAR ein Teil ist, lernten wir die Rätestruktur der demokratischen Autonomie kennen. Wir trafen außerdem die Ko-Vorsitzenden der Stadtverwaltung von Qamişlo, eine Muslima und einen Christen. Lachend erzählten sie uns von einem Beschluss des schwedischen Parlaments, welches vor kurzem die Einführung einer 30-Prozent-Quote für Frauen beschlossen habe. »Schaut her, hier sind Frauen mit 50, 60 Prozent in den Räten und dem Vorsitz vertreten. Und uns wird vorgeworfen, wir seien rückständig!?«

Menschen aus verschiedensten Religionen und mit verschiedenem kulturellem Hintergrund organisieren sich hier gemeinsam in den Räten. Selbst die Nummernschilder sind dreisprachig, kurdisch, arabisch und aramäisch. Hinzu kommen Assyrer*innen, Christ*innen, einige wenige Jüd*innen und Êzîd*innen.

In den ersten Tagen trafen wir die Filmemacher aus der Filmkommune in Qamişlo. Vor Assad gab es in Syrien eine große Filmkultur, aber seit über 40 Jahren hat die Bevölkerung in bestimmten Teilen des Landes kaum mehr Kontakt mit Film, Kunst und Kultur. Die Filmkommune organisiert Filmvorführungen in den Stadtteilen, dreht aber auch eigene Filme. Ihr aktueller Film handelt von drei Frauen aus Şengal, Cizîrê und Kobanê. Gemeinsam diskutierten wir die Möglichkeit, das Bauprojekt filmisch zu begleiten.

Zwischen den vielen Besuchen und Ausflügen kamen wir immer wieder mit den Frauen der Stiftung zusammen. Wir übergaben einen Teil der Spendengelder, die wir für den Aufbau des Gesundheitszentrums gesammelt hatten, und sprachen darüber, welche Arbeiten zu Baubeginn im Herbst stattfinden werden. Im Herbst sollen in kleineren Gruppen Handwerker*innen aus Deutschland auf die Baustelle kommen und gemeinsam mit Freiwilligen aus dem Stadtteil den ersten Teil des Gesundheitszentrums bauen.

Nicht nur die verschiedenen Stationen unserer Reise zogen uns in den Bann, allein schon die Fahrt durch das flache weite Land faszinierte uns. Auf der vierstündigen Fahrt von Qamişlo nach Kobanê passierten wir Orte, die wir bisher aus der Berichterstattung über die Kämpfe gegen Daesch (IS) kannten. Al-Raqqa und Aleppo waren plötzlich keine 100 Kilometer mehr entfernt. Alle paar Kilometer und an den Kreuzungen waren Straßenkontrollen. Diese verhindern Angriffe auf die Menschen von Rojava. Immer wieder fehlten Teile der Straßen und Brücken, die durch Daesch beim Rückzug gesprengt worden waren und die nun notdürftig wieder repariert wurden.

Sehr wichtig war für uns der Besuch im Frauendorf Jinwar, wo Frauen seit etwa einem Jahr ein Dorf aufbauen, in dem später Frauen gemeinsam leben und arbeiten werden. Es wird den Frauen, die aus ihrem Leben als Haus- und Ehefrau ausbrechen wollen oder Betroffene von Gewalt geworden sind, eine Alternative bieten. In Jinwar erfuhren wir viel über die traditionelle Herstellung der Lehmziegel. In vielen Dörfern Rojavas wird mit Lehmziegeln und -putz gebaut. In Jinwar sind schon über 20 Häuser in dieser Bauweise entstanden. Die Frauen aus dem Aufbaukomitee berichteten ausführlich über die Herstellung der Lehmsteine, der roten und schwarzen Erde, die dabei eine wichtige Rolle spielt, und über weitere wichtige Baustoffe sowie deren Kosten und Beschaffungsaufwand. Jinwar ist für uns ein Ort, an dem wir viel lernen konnten.

In der Geburtsklinik von Heyvar Sor, dem Kurdischen Roten Halbmond, in Kobanê konnten wir den Einsatz von Lehm als modernen Baustoff analysieren. Nach der massiven Zerstörung der Stadt durch Daesch 2015 bauten Internationalist*innen das Krankenhaus auf. Seitdem werden dort im Monat über 300 Kinder geboren. Der Besuch in Kobanê war sehr berührend. Bisher hatten wir nur die Bilder der zu über 80 Prozent zerstörten Stadt im Kopf. Umso beeindruckender erschienen uns nun der Wiederaufbau und die Motivation der Menschen, weiter zu kämpfen. Vor uns stand eine Stadt, der man in weiten Teilen kaum ansieht, dass die Befreiung erst vier Jahre zurückliegt. Einige Häuserblocks wurden bewusst zerstört belassen, um zu mahnen und zu erinnern.

Bei dem Besuch des Friedhofs für die Gefallenen wurde uns ein weiteres Mal bewusst, wie viele Menschen für die Verteidigung der Freiheit ihr Leben gelassen haben. In jedem Dorf, in jedem Stadtteil, durch die wir bei unserer Reise kamen, erinnerten die Bilder der Gefallenen an die Verluste, die ein Kampf mit sich bringt. Aber sie zeigten uns auch, dass die Menschen für die Idee der demokratischen Autonomie, der Freiheit aller Menschen und des Aufbaus einer gerechten, solidarischen Gesellschaft sterben. Das Gedenken zeigt uns, dass dieser Kampf schmerzlich, aber erfolgreich sein kann.

Wir kehrten mit einem ersten Eindruck von der Stärke und dem Kampfgeist der Menschen Rojavas zurück nach Hause und sind mehr denn je überzeugt, dass wir unseren Teil für den Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung beitragen müssen.

Aktuelles

In den vergangen Wochen haben wir uns intensiv auf unsere Abreise in die Demokratischen Föderation Nordsyrien/ Rojava vorbereitet. Flüge gebucht, Besorgungen erledigt, Impfungen nachgeholt, letzte Absprachen getroffen, Verabschiedung von Familie und Freund*innen, Reorganisation unseres Alltags, um sich selbigen für mehrere Monate entziehen zu können.

Trotz anderer Ankündigungen und Hoffnungen sind wir nun noch immer nicht auf unserer seit langem geplanten Kollektiv-Baustelle der Poliklinik in Rojava angelangt.
Neben dem Kriegszustand und dem Terror islamistischer Banden ist es vor allem das von allen angrenzenden Staaten verhängte Embargo gegen Rojava, welches eine Einreise nur schwer möglich macht. Denn Embargo heißt im Falle von Rojava nicht nur Verhinderung der Aus- und Einfuhr von Handelsgütern, Nahrungsmitteln, Medikamenten oder Maschinen, sondern auch Verunmöglichung der Bewegungsfreiheit von Menschen.

Von Seiten der Türkei wurden bereits seit 2011, dem Beginn der Revolution in Rojava, Hilfslieferungen und Grenzübertritte von Kurd*innen, Flüchtenden und Aktivist*innen massiv blockiert. Seit Januar 2016 ist die rund 911 km lange Grenze zur Türkei komplett geschlossen. Versuchte Grenzübertritte werden mit Waffengewalt unterbunden. Mitte diesen Jahres wurde zudem eine 700 km lange Grenzmauer, ausgestattet mit Videokameras und Sensoren fertiggestellt. Im Süden wird der Zugang nach Rojava effektiv durch die Umstände des Krieges, durch den Terror des IS, aber auch durch das Assad-Regime verhindert. Besonders bitter ist, dass Rojava auch im Osten von dem von Barzani regierten autonomen kurdischen Gebiet im Irak (Kurdish Regional Government / KRG) mit einem de-facto Embargo belegt wurde. Während bis März 2016 ein einmaliger Grenzübertritt für Journalist*innen und Aktivist*innen über Semalka möglich war, ist dies seither nur noch in seltenen Ausnahmefällen eine Option. Für aus Rojava stammende Menschen und Flüchtende ist es momentan möglich die Grenze legal zu passieren, doch auch ihre Bewegungsfreiheit ist oft durch Schikane und Willkür seitens der Sicherheitskräfte geprägt.
Die strukturelle Isolation Rojavas hat hingegen zugenommen. Trotz der Politik der Beschränkung der Grenzübergänge waren noch andere Wege möglich, doch auch diese sind seit einigen Wochen verstärkt bedroht und unpassierbar. Für uns gibt es momentan keine Zusage wann wir die Grenze überqueren können. Es wird vermutet, dass die Verschärfung der Grenzpolitik mit der aktuell angespannten Lage im Nordirak, aufgrund des Unabhängigkeitsreferendums, in Verbindung steht.
Wir werden die weitere Entwicklung der Grenzsituation aufmerksam verfolgen und planen den Beginn der Bauphase nun nach Abschluss der Regenzeit in Rojava im Frühjahr 2018. Bis dahin sehen wir die Zwangspausierung des Baubeginns als Chance unser Projekt hier noch besser vorzubereiten, weiterzuentwickeln und bekannter zu machen.

Bijî Berxwedana Rojava!

https://isku.blackblogs.org/4691/pdk-verhindert-pyd-delegierten-einreise-nach-rojava/

Liebe Freund*innen und Unterstützer*innen

für unsere Kollektivbaustelle in Rojava brauchen wir eure Unterstützung. Essentiell für unser Projekt ist der Support durch eine breite zivilgesellschaftliche Öffentlichkeit. Wenn ihr euch als Einzelpersonen, Gruppen oder Initiativen mit unserem Vorhaben solidarisch zeigen wollt unterschreibt hier. Unterzeichnende werden als Unterstützer*innen auf unserer Homepage aufgeführt.

Unterschreiben

Vorbereitungstreffen

Das letzte Wochenende haben wir gemeinsam das zweite Vorbereitungstreffen für die Kollektivbaustelle der Poliklinik durchgeführt.
Zwei Tage haben wir über unterschiedliche Themen diskutiert. Wie wollen wir die kollektive Baustelle organisieren, was braucht es um kollektiv zu Leben, wie kann Weiterbildung und der Austausch von Wissen realisiert werden, welches Bauvolumen ist machbar und in welchem Zeitrahmen, was werden die Bauphasen sein und was sind andere für das Projekt essentielle Bereiche?
Die unterschiedlichen Schwerpunkte welche sich in der vergangenen zweijährigen Planungsphase entwickelt haben, konnten auf viele Schultern verteilt werden, so dass ein kollektives Gefüge entsteht. Sowohl im Plenum als auch im gemeinschaftlichen Zusammenleben haben sich die Grundideen des Projekt manifestiert. Alle Menschen haben sich auf unterschiedlichen Ebenen eingebracht und sich in die Planung eingearbeitet.
Der Wunsch welcher sich über die Zeit der Projektentwicklung ergab, eine gemischt geschlechtliche Gruppe zu bilden, konnte realisiert werden.
Wir danken allen die es Möglich gemacht haben, dass wir an diesem Punkt der Planung angelangt sind. Vor allem danken wir allen Spender*innen und all jenen die das Projekt avahi in unterschiedlicher weise unterstützt haben. Wir freuen uns WJAR (Stiftung der Freien Frau Rojava) in den letzten Jahren als Kooperationspartnerin und Freundin gefunden zu haben. Wir haben eine Idee entwickelt um gemeinsam voran zu schreiten um für eine solidarisches Miteinander einzustehen.

Vorbereitungstreffen

Das letzte Wochenende haben wir gemeinsam das zweite Vorbereitungstreffen für die Kollektivbaustelle der Poliklinik durchgeführt.
Zwei Tage haben wir über unterschiedliche Themen diskutiert. Wie wollen wir die kollektive Baustelle organisieren, was braucht es um kollektiv zu Leben, wie kann Weiterbildung und der Austausch von Wissen realisiert werden, welches Bauvolumen ist machbar und in welchem Zeitrahmen, was werden die Bauphasen sein und was sind andere für das Projekt essentielle Bereiche?
Die unterschiedlichen Schwerpunkte welche sich in der vergangenen zweijährigen Planungsphase entwickelt haben, konnten auf viele Schultern verteilt werden, so dass ein kollektives Gefüge entsteht. Sowohl im Plenum als auch im gemeinschaftlichen Zusammenleben haben sich die Grundideen des Projekt manifestiert. Alle Menschen haben sich auf unterschiedlichen Ebenen eingebracht und sich in die Planung eingearbeitet.
Der Wunsch welcher sich über die Zeit der Projektentwicklung ergab, eine gemischt geschlechtliche Gruppe zu bilden, konnte realisiert werden.
Wir danken allen die es Möglich gemacht haben, dass wir an diesem Punkt der Planung angelangt sind. Vor allem danken wir allen Spender*innen und all jenen die das Projekt avahi in unterschiedlicher weise unterstützt haben. Wir freuen uns WJAR (Stiftung der Freien Frau Rojava) in den letzten Jahren als Kooperationspartnerin und Freundin gefunden zu haben. Wir haben eine Idee entwickelt um gemeinsam voran zu schreiten um für eine solidarisches Miteinander einzustehen.

Why #NoFlyZone4Rojava?


When the Syrian people rose against the regime, the most basic demands were highly legitimate demands, such as freedom and respect for human rights. However, with the intervention of the regional and international powers to the Syrian revolution, these demands and objectives were diverted from their main aim. With the radical groups, Syria has been dragged into a civil war, with violence based on the rapidly developing military background.

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Why #NoFlyZone4Rojava?


When the Syrian people rose against the regime, the most basic demands were highly legitimate demands, such as freedom and respect for human rights. However, with the intervention of the regional and international powers to the Syrian revolution, these demands and objectives were diverted from their main aim. With the radical groups, Syria has been dragged into a civil war, with violence based on the rapidly developing military background.

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1. Mai

Der erste Mai,

Kampftag der Arbeiter*innen. Entstanden aus den Arbeitskämpfen des sogenannten Heymarket Riots Ende des 18. Jhd. In den USA wird der Tag heute International als Kampftag begangen.
Wir gehen heute als Handwerker*innen in unterschiedlichen Städten Deutschlands auf die Straße. Wir gedenken allen arbeitskämpfenden Menschen und stehen in Solidarität an ihrer Seite.
Wir gehen heute aber auch gegen die Angriffe der Türkei auf die Straße. Die Türkei greift seit einer Woche die Selbstorganisierung im Kandil, Şengal und der demokratischen Konföderation Nordsyrien an. Durch diese Angriffe, vor allem auf Radiostationen wird versucht die freie Presse Mundtod zu machen. Weiter greift die Türkei gezielt Stützpunkte der Volksverteidigungseinheiten an. Durch diese Angriffe unterstützt die Türkei direkt den sog. Islamischen Staat. Aber die Angriffe gelten nicht allein der Infrastruktur von Selbstverteidigung und Presse sondern  der Bevölkerung der demokratischen Konföderation Nordsyrien.
Wir halten diesen Bestrebungen den gemeinschaftlichen Aufbau sowie grenzenlose Solidarität entgegen. Lasst uns auf allen Ebenen Widerstand gegen solch eine Politik leisten.

Unterstützt: #NoFlyZone4Rojava

News

Als überwiegend Handwerker und Handwerkerinnen planen wir seit Sommer 2015 eine kollektiv Baustelle in Rojava, dem nördlichsten Teil Syriens. Mit der Stiftung WJAR (Stiftung der freien Frau in Rojava) möchten wir im Rahmen einer Kollektivbaustelle den Bau eines Hauses für Waisenkinder umsetzen und benötigen dafür eure Unterstützung.

Avahî

Hallo Freundinnen und Freunde, Neugierige & Interessierte

In Syrien tobt seit einigen Jahren ein heftiger Bürgerkrieg. Der forderte und fordert in der Zivilbevölkerung unzählige Opfer, Schätzungen gehen von etwa 400.000 Toten seit Frühjahr 2011 aus. Bereits im Juli 2015 überstieg die Zahl der Flüchtlinge, die das Land verlassen hatten, die Vier-Millionen-Grenze, dazu kamen laut UN-Flüchtlingshilfswerks bereits damals »mindestens 7,6 Millionen« Menschen, die innerhalb Syriens vertrieben worden waren, Wohnhäuser und Infrastruktur wurden zum Teil komplett zerstört. Am Rande dieses Bürgerkrieges gelang es der Bevölkerung in Nordsyrien im Sommer 2012 eine regionale Selbstverwaltung auszurufen: Rojava. Der Name bezeichnet die Region in Nordsyrien mit einem überwiegenden Anteil kurdischer Bevölkerung. Trotzdem prägt eine große Vielfalt von Sprachen und Kulturen den Alltag. Hinzu kommt eine Vielzahl unterschiedlicher Religionen.

Im Zentrum des gesellschaftlichen Experiments in Rojava, das sich „Demokratischer Konföderalismus“ nennt, steht die direkte Selbstorganisierung der Bevölkerung in Kommunen, gemeint sind Nachbarschaftsgemeinschaften (auch Dörfer oder Stadtteile), die sich über gemeinschaftliche Versammlungen um die konkreten Probleme des Lebens kümmern, wie Strom und Wasserversorgung bis hin zu sozialen und juristischen Fragen.
Die Partizipation aller ethnischen und religiösen Gruppen in politischen Entscheidungsfindungen steht im Mittelpunkt, ebenso wie ökologische Nachhaltigkeit und die Gleichberechtigung der Frauen. Continue reading