Infoveranstaltung

Nachdem wir die erste Reise in die Demokratische Föderation Nordsyrien/ Rojava gemacht haben kann nun die Baustellen und Reiseplanung für dieses Jahr konkret werden.

Wir werden die Tage unsere Eindrücke unter anderem hier veröffentlichen. Für weitere Infos folgt uns auf Twitter. Wenn ihr uns Unterstützen oder in eure Stadt einladen wollt schreibt uns eine Mail an: avahi@riseup.net Schlüssel hier oder Spendet für die Baustelle.

Die erste Informationsveranstaltung findet in Hamburg am 13.06 um 18.30 im Centro Sociale, Sternstraße 2 im Rahmen des Tatort Kurdistan Cafés statt.

Aktuelles

In den vergangen Wochen haben wir uns intensiv auf unsere Abreise in die Demokratischen Föderation Nordsyrien/ Rojava vorbereitet. Flüge gebucht, Besorgungen erledigt, Impfungen nachgeholt, letzte Absprachen getroffen, Verabschiedung von Familie und Freund*innen, Reorganisation unseres Alltags, um sich selbigen für mehrere Monate entziehen zu können.

Trotz anderer Ankündigungen und Hoffnungen sind wir nun noch immer nicht auf unserer seit langem geplanten Kollektiv-Baustelle der Poliklinik in Rojava angelangt.
Neben dem Kriegszustand und dem Terror islamistischer Banden ist es vor allem das von allen angrenzenden Staaten verhängte Embargo gegen Rojava, welches eine Einreise nur schwer möglich macht. Denn Embargo heißt im Falle von Rojava nicht nur Verhinderung der Aus- und Einfuhr von Handelsgütern, Nahrungsmitteln, Medikamenten oder Maschinen, sondern auch Verunmöglichung der Bewegungsfreiheit von Menschen.

Von Seiten der Türkei wurden bereits seit 2011, dem Beginn der Revolution in Rojava, Hilfslieferungen und Grenzübertritte von Kurd*innen, Flüchtenden und Aktivist*innen massiv blockiert. Seit Januar 2016 ist die rund 911 km lange Grenze zur Türkei komplett geschlossen. Versuchte Grenzübertritte werden mit Waffengewalt unterbunden. Mitte diesen Jahres wurde zudem eine 700 km lange Grenzmauer, ausgestattet mit Videokameras und Sensoren fertiggestellt. Im Süden wird der Zugang nach Rojava effektiv durch die Umstände des Krieges, durch den Terror des IS, aber auch durch das Assad-Regime verhindert. Besonders bitter ist, dass Rojava auch im Osten von dem von Barzani regierten autonomen kurdischen Gebiet im Irak (Kurdish Regional Government / KRG) mit einem de-facto Embargo belegt wurde. Während bis März 2016 ein einmaliger Grenzübertritt für Journalist*innen und Aktivist*innen über Semalka möglich war, ist dies seither nur noch in seltenen Ausnahmefällen eine Option. Für aus Rojava stammende Menschen und Flüchtende ist es momentan möglich die Grenze legal zu passieren, doch auch ihre Bewegungsfreiheit ist oft durch Schikane und Willkür seitens der Sicherheitskräfte geprägt.
Die strukturelle Isolation Rojavas hat hingegen zugenommen. Trotz der Politik der Beschränkung der Grenzübergänge waren noch andere Wege möglich, doch auch diese sind seit einigen Wochen verstärkt bedroht und unpassierbar. Für uns gibt es momentan keine Zusage wann wir die Grenze überqueren können. Es wird vermutet, dass die Verschärfung der Grenzpolitik mit der aktuell angespannten Lage im Nordirak, aufgrund des Unabhängigkeitsreferendums, in Verbindung steht.
Wir werden die weitere Entwicklung der Grenzsituation aufmerksam verfolgen und planen den Beginn der Bauphase nun nach Abschluss der Regenzeit in Rojava im Frühjahr 2018. Bis dahin sehen wir die Zwangspausierung des Baubeginns als Chance unser Projekt hier noch besser vorzubereiten, weiterzuentwickeln und bekannter zu machen.

Bijî Berxwedana Rojava!

https://isku.blackblogs.org/4691/pdk-verhindert-pyd-delegierten-einreise-nach-rojava/

Liebe Freund*innen und Unterstützer*innen

für unsere Kollektivbaustelle in Rojava brauchen wir eure Unterstützung. Essentiell für unser Projekt ist der Support durch eine breite zivilgesellschaftliche Öffentlichkeit. Wenn ihr euch als Einzelpersonen, Gruppen oder Initiativen mit unserem Vorhaben solidarisch zeigen wollt unterschreibt hier. Unterzeichnende werden als Unterstützer*innen auf unserer Homepage aufgeführt.

Unterschreiben

Vorbereitungstreffen

Das letzte Wochenende haben wir gemeinsam das zweite Vorbereitungstreffen für die Kollektivbaustelle der Poliklinik durchgeführt.
Zwei Tage haben wir über unterschiedliche Themen diskutiert. Wie wollen wir die kollektive Baustelle organisieren, was braucht es um kollektiv zu Leben, wie kann Weiterbildung und der Austausch von Wissen realisiert werden, welches Bauvolumen ist machbar und in welchem Zeitrahmen, was werden die Bauphasen sein und was sind andere für das Projekt essentielle Bereiche?
Die unterschiedlichen Schwerpunkte welche sich in der vergangenen zweijährigen Planungsphase entwickelt haben, konnten auf viele Schultern verteilt werden, so dass ein kollektives Gefüge entsteht. Sowohl im Plenum als auch im gemeinschaftlichen Zusammenleben haben sich die Grundideen des Projekt manifestiert. Alle Menschen haben sich auf unterschiedlichen Ebenen eingebracht und sich in die Planung eingearbeitet.
Der Wunsch welcher sich über die Zeit der Projektentwicklung ergab, eine gemischt geschlechtliche Gruppe zu bilden, konnte realisiert werden.
Wir danken allen die es Möglich gemacht haben, dass wir an diesem Punkt der Planung angelangt sind. Vor allem danken wir allen Spender*innen und all jenen die das Projekt avahi in unterschiedlicher weise unterstützt haben. Wir freuen uns WJAR (Stiftung der Freien Frau Rojava) in den letzten Jahren als Kooperationspartnerin und Freundin gefunden zu haben. Wir haben eine Idee entwickelt um gemeinsam voran zu schreiten um für eine solidarisches Miteinander einzustehen.

Why #NoFlyZone4Rojava?


When the Syrian people rose against the regime, the most basic demands were highly legitimate demands, such as freedom and respect for human rights. However, with the intervention of the regional and international powers to the Syrian revolution, these demands and objectives were diverted from their main aim. With the radical groups, Syria has been dragged into a civil war, with violence based on the rapidly developing military background.

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1. Mai

Der erste Mai,

Kampftag der Arbeiter*innen. Entstanden aus den Arbeitskämpfen des sogenannten Heymarket Riots Ende des 18. Jhd. In den USA wird der Tag heute International als Kampftag begangen.
Wir gehen heute als Handwerker*innen in unterschiedlichen Städten Deutschlands auf die Straße. Wir gedenken allen arbeitskämpfenden Menschen und stehen in Solidarität an ihrer Seite.
Wir gehen heute aber auch gegen die Angriffe der Türkei auf die Straße. Die Türkei greift seit einer Woche die Selbstorganisierung im Kandil, Şengal und der demokratischen Konföderation Nordsyrien an. Durch diese Angriffe, vor allem auf Radiostationen wird versucht die freie Presse Mundtod zu machen. Weiter greift die Türkei gezielt Stützpunkte der Volksverteidigungseinheiten an. Durch diese Angriffe unterstützt die Türkei direkt den sog. Islamischen Staat. Aber die Angriffe gelten nicht allein der Infrastruktur von Selbstverteidigung und Presse sondern  der Bevölkerung der demokratischen Konföderation Nordsyrien.
Wir halten diesen Bestrebungen den gemeinschaftlichen Aufbau sowie grenzenlose Solidarität entgegen. Lasst uns auf allen Ebenen Widerstand gegen solch eine Politik leisten.

Unterstützt: #NoFlyZone4Rojava